ausgraben


ausgraben

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aus|gra|ben ['au̮sgra:bn̩], gräbt aus, grub aus, ausgegraben <tr.; hat:
1.
a) durch Graben aus der Erde holen:
die Toten wurden ausgegraben und an anderer Stelle bestattet; Urnen ausgraben.
b) durch Graben sichtbar hervortreten lassen:
einen Tempel ausgraben.
2. etwas, was in Vergessenheit geraten war, wieder zum Vorschein bringen, wieder aufleben lassen:
ein altes Gesetz, ein altes Theaterstück ausgraben.
Syn.: wieder beleben.

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aus||gra|ben 〈V. tr. 157; hat
1. durch Graben ans Licht bringen, freilegen (Altertümer, Pflanzen)
2. 〈fig.〉 neu beleben, neu herausbringen
● vergessene Literatur- od. Musikwerke \ausgraben; 〈fig.〉 musst du den alten Zwist immer wieder \ausgraben? 〈fig.〉

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aus|gra|ben <st. V.; hat:
1.
a) durch Graben wieder aus der Erde o. Ä. hervor-, herausholen:
einige Kisten mit Wertsachen a.;
b) (unter der Erdoberfläche Liegendes [Verschüttetes]) freilegen:
eine Amphore, einen Tempel a.;
c) (Pflanzen, Bäume) grabend aus dem Erdreich, in dem sie verwurzelt sind, herausnehmen:
Sträucher [mit den Wurzeln] a.;
d) (Altes, Vergessenes) wieder hervorholen, wieder ans Licht ziehen; (Abgetanes) wieder aufleben lassen:
ein altes Theaterstück, alte Familiengeschichten wieder a.;
e) <a. + sich> sich freischaufeln.
2. (selten) (eine Vertiefung o. Ä.) durch Graben herstellen; ausheben:
eine Grube, ein Loch a.

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aus|gra|ben <st. V.; hat: 1. a) durch Graben wieder aus der Erde o. Ä. hervor-, herausholen: einige Kisten mit Wertsachen a.; die während der letzten Tage ... eingegrabenen Toten, die jetzt wieder ausgegraben wurden (Plievier, Stalingrad 8); b) (unter der Erdoberfläche Liegendes [Verschüttetes]) freilegen: Tontafeln, eine Amphore, einen Tempel a.; c) (Pflanzen, Bäume) grabend aus dem Erdreich, in dem sie verwurzelt sind, herausnehmen: Sträucher [mit den Wurzeln] a.; d) (selten) (Kartoffeln u. a.) durch Graben aus der Erde herausholen, ernten: die Bauern graben schon [die] Kartoffeln aus; e) (Altes, Vergessenes) wieder hervorholen, wieder ans Licht ziehen; (Abgetanes) wieder aufleben lassen: ein altes Theaterstück wieder a.; Alte Familiengeschichten wurden ausgegraben (Grass, Hundejahre 323); f) <a. + sich> sich freischaufeln: Wir sind zugeschüttet und müssen uns a. (Remarque, Westen 80). 2. (selten) (eine Vertiefung o. Ä.) durch Graben herstellen; ausheben: eine Grube, ein Loch a.

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Ausgraben — Ausgraben, verb. irreg. act. S. Graben. 1) Heraus graben, durch Graben heraus hohlen. Einen Baum, einen Stein ausgraben. Eine Warze ausgraben. 2) Durch Graben tief oder hohl machen. Einen Teich ausgraben. Ingleichen, mit dem Grabstichel aushöhlen …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • ausgraben — V. (Mittelstufe) etw., was vergraben ist, aus der Erde herausholen Beispiel: Die Archäologen haben das Skelett eines Dinosauriers ausgegraben. ausgraben V. (Oberstufe) etw., was schon lange vergessen ist, ans Licht bringen Synonyme: beleben,… …   Extremes Deutsch

  • Ausgraben — Ausgraben, 1) A. von Alterthümern; die Versuche, durch Aufgrabung des Erdreichs an früher bewohnten Stätten, des Schuttes alter Gebäude, alter Todtenhügel etc., Reste der Cultur vergangener Zeiten an das Tageslicht zu fördern, sind schon seit… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • ausgraben — aus·gra·ben (hat) [Vt] 1 etwas ausgraben etwas durch Graben aus der Erde nehmen <eine Pflanze, einen Schatz ausgraben> 2 etwas ausgraben etwas unter vielen anderen Dingen versteckt finden <alte Briefe, Fotos ausgraben> 3 etwas… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • ausgraben — 1. a) ausbetten, exhumieren, herausholen, hervorholen; (landsch.): ausbuddeln. b) ausschaufeln, bloßlegen, freilegen, freischaufeln, zutage fördern; (landsch.): ausbuddeln. c) ans Licht ziehen, beleben, hervorholen, reaktivieren, wieder aufleben… …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • ausgraben — ausgrabentr 1.mitjmneuerlichBeziehungenanknüpfen.VonderAusgrabungeinesTotenübertragenaufdasWiederfindeneinesaltenBekannten.1900ff. 2.einlangevergessenesTheaterstückwiederaufführen.1920ff …   Wörterbuch der deutschen Umgangssprache

  • ausgraben — aus|gra|ben …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Das Kriegsbeil ausgraben \(oder: begraben\) —   Die Wendungen sind umgangssprachlich scherzhaft gebräuchlich im Sinne von »einen Streit beginnen bzw. beenden«: Wegen so einer lächerlichen Kleinigkeit werdet ihr doch nicht das Kriegsbeil ausgraben. Bei einem doppelten Korn und zwei, drei… …   Universal-Lexikon

  • Erziehst du dir ’nen Raben, wird er dir die Augen ausgraben. — См. Не вспоив, не вскормив не сделаешь себе врага …   Большой толково-фразеологический словарь Михельсона (оригинальная орфография)

  • das Kriegsbeil ausgraben — zanken (umgangssprachlich); kabbeln (umgangssprachlich); (mit jemandem) ein Hühnchen rupfen (umgangssprachlich); zoffen (umgangssprachlich); mit jemanden ins Gericht gehen (umgangssprachlich); hadern; ausfechten; …   Universal-Lexikon